Tag 2 - Seetag mit Kurs auf Madeira

Ein erholsamer Schlaf nach einem langen, anstrengenden Ankunftstag. Zum Frühstück war es gerade noch rechtzeitig fürs Frühstücks-Buffet im Atlantik. 106 Seemeilen hatte die Mein Schiff 1 schon hinter sich gelassen.

Ein herrliches Gefühl dieses stilvolle Frühstücksrestaurant zu betreten. Ein Büffet, zur Selbstbedienung, mit einer ungewöhnlich reichhaltigen Auswahl.  Die kleinen runden Tische sind für 4 Personen etwas knapp bemessen, wenn man sich jedoch bei den einzelnen "Gängen" Zeit nimmt und das Personal zwischendurch abräumt, ist das Glas Sekt ein entspannender Abschluß.

Überall weihnachtet es - in dieser Gesamt-Atmosphäre fühlt man sich sehr wohl.

Nach dem Früstück machten wir einen Erkundungsgang - mal sehen was es alles so gibt.

Der Einkaufsmarkt, das Steakhaus Surt & Turf und die TUI-Bar - für uns war das alles vertraut - Annemarie und Franz herumzuführen weckte Erinnerungen an die letzte Kreuzfahrt - schön.

Die Buffets auf dem Pooldeck sind immer ein Erlebnis - fürs Auge genauso wie für das "leibliche" (Wohl).

Der Rundgang endete auf dem Pooldeck, wo für eine Zwischenmahlzeit dekorativ aufgedeckt war.

Rosmarie besorgt uns ein Panini, zur Stärkung für das anschließend geplante Shufflebord. Dazu ein alkoholfreien Moskito (Limetten mit Zucker und viel Eis), nach dem Sport wird als Belohnung ein Mojito serviert. Dieser sieht gleich aus, allerdings mit einem Schuß weißen Rum.

In der Nähe der Unverzichtbar verfolgen wir die Künste der Eisschnitzer, ehe es auf geht zum Shufflebord.

Auf dem Panorama-Deck hatten wir von den Spiel Shufflebord erzählt und die Zeichnungen auf dem Deck erklärt.

Annemarie und Franz wollten es gern mal probieren, also warteten wir zu der geplanten Zeit auf dem Deck bis die Spielleiterin und andere interessierte Spieler eintrafen. Für Franz war es kein Problem, als Stockschütze, sich zurecht zu finden, also hat er es getestet. Sein Fazit: Stockschießen macht mehr Spaß.

Beim Shuffleboard handelt es sich um ein Spiel oder auch eine Sportart für gewöhnlich zwei Spieler. Dabei müssen mit Hilfe eines sogenannten Cues, einer Art „Schieber“, runde Scheiben (Disks) auf die gegenüberliegende Seite eines rechteckigen Spielfeldes beschleunigt werden, um dort auf markierten, möglichst hohen Punktefeldern liegenzubleiben.

Shuffleboard ist insbesondere in vielen Hotelanlagen in südlichen Urlaubsgebieten, sowie auf Kreuzfahrtschiffen als Freizeitaktivität beliebt und dadurch auch im deutschsprachigen Raum bekanntgeworden.

Der eigentliche Ablauf, besonders wenn in Ferienanlagen zum Vergnügen gespielt wird, ist recht simpel. Mit dem Cue versuchen die Spieler von der einen Seite des Spielfeldes, abwechselnd jeweils eine Disk auf das Dreieck der anderen Seite zu schießen. Sind von beiden Seiten sämtliche Disks gespielt worden, werden die jeweiligen Punkte addiert (oder abgezogen). Gespielt wird solange, bis eine vorher vereinbarte Punktzahl erreicht ist (meist 90), oder eine bestimmte Anzahl von sog. "Frames" (jeder Spieler hat einmal begonnen) abgeschlossen ist. In diesem Fall hat der Spieler mit dem höheren (addierten) Endergebnis das Match gewonnen.

Besonderheiten:
  • Disks (auch des Gegners) dürfen, wie beim Curling oder Eisstockschießen, mit einer eigenen Disk aus dem Dreieck herausgeschossen oder in andere Punktefelder verschoben werden.
  • Erreicht eine Disk nicht die sog. Dead Line (zu kurz gespielt), wird sie unverzüglich entfernt.
  • Es werden nur die Disks gewertet, die keine der die Punktefelder begrenzenden Linien berühren.

Anschließend haben wir noch den ersten Sonnenuntergang auf See genossen.

 

Das Ende des ersten schönen Seetages fand seinen Abschluß in der TUI-Bar.

Zirka in der Mitte auf der Wegstrecke nach Madeira befinden sich einige winzige Insel, die Ilhas Selvagens, die unter Naturschutz stehen.

Der Archipel, der etwa 280 Kilometer von der Insel Madeira und 165 Kilometer von den Kanarischen Inseln entfernt liegt, bildet mit diesen Inselgruppen und den Azoren sowie den Kapverdischen Inseln die Inselregion Makaronesien. Ebenso wie die Kanaren, die zu geografisch zu Afrika gezählt werden, ist dies auch bei den Ilhas Selvagens der Fall. Politisch gehören sie zu Portugal.

Die Ilhas Selvagens bestehen aus drei größeren und 18 kleineren Inseln vulkanischen Ursprungs. Der Archipel setzt sich aus zwei Inselgruppen zusammen, die etwa 3 Kilometer voneinander entfernt liegen:

  • Der Nordostgruppe mit Selvagem Grande (2,45 km²), der größten Insel der Ilhas Selvagens, und den drei Inselchen Ilhéu Sinho, Palheiro do Mar und Palheiro de Terra. Höchster Gipfel ist der Pico da Atalaia auf Selvagem Grande mit 163 Metern.
  • Der Südwestgruppe mit den Inseln Selvagem Pequena (0,30 km²) und Fora (0,08 km²) sowie zahlreichen, teilweise sehr kleinen Eilanden, etwa Alto, Comprido, Redondo und den Norte Inseln. Höchste Erhebung ist der Pico do Veado mit 49 Metern auf Selvagem Pequena.

Selvagens

Der Archipel wird von einem dichten Riff umschlossen, was eine Landung an manchen Inseln unmöglich macht. Nur wenige Stellen sind direkt mit dem Schiff erreichbar. Auf den etwas größeren Inseln finden sich Kegel von erloschenen Vulkanen, wie etwa der Pico da Atalaia auf Selvagem Grande.

Die Gesamtfläche aller Inseln beträgt nur 3,6 km². Alle Inseln sind unbewohnt, weil sie wegen gefährlicher Riffe schwer erreichbar sind und jegliche Süßwasserquellen fehlen. Leider waren diese Inseln in der Dunkelheit nicht zu erkennen.

Funchal, Madeira