La Palma - klein aber fein

Lange mußten wir auf diese Insel warten.

La Palma, eigentlich San Miguel de la Palma, ist die nordwestlichste der sieben großen Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean, die eine der siebzehn Autonomen Gemeinschaften Spaniens bilden. La Palma hat bei einer Fläche von 708 Quadratkilometern eine Nord-Süd-Länge von 45,2 und eine West-Ost-Breite von 27,3 Kilometern. Sie ist mit einem Flächenanteil von 9,45 Prozent an der Gesamtfläche aller Kanaren die fünftgrößte Insel des Archipels. La Palma gehört zur spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite. Auf der Westseite La Palmas befindet sich die größte Stadt der Insel, Los Llanos de Aridane. Die Landessprache ist Spanisch mit lateinamerikanischem Einfluss.

La Palma ist – wie alle Kanarischen Inseln – vulkanischen Ursprungs. Mit einem Alter von rund zwei Millionen Jahren gehört sie zu den jüngsten Inseln des Archipels. Vom Meeresboden in etwa 4.000 Metern Tiefe erhebt sie sich fast 6.500 Meter und besteht zur Gänze aus verschiedenen vulkanischen Gesteinen. Das Verhältnis aus geringer Grundfläche und großer Höhe macht La Palma zu einer der steilsten Inseln der Erde mit schroffer Küste und nur wenigen Sandstränden.

Der kleine Yachthafen mit den Schwimmstegen, die sich dem Gezeiten-Hochwasser anpassen

Santa Cruz de La Palma ist der Name der Hauptstadt der Kanarischen Insel La Palma und der gleichnamigen Gemeinde. In der Inselhauptstadt selbst leben 16.330 Einwohner (Stand 1. Januar 2013).

 

Die Gemeinde liegt unterhalb der bewaldeten Berghänge der Cumbre auf der östlichen Seite der Insel. Zwischen Küste und Cumbre verläuft nur ein schmaler Uferstreifen, so schmiegen sich die weißen Häuser an die Berghänge. Alle Verwaltungseinrichtungen von La Palma sind in Santa Cruz de La Palma konzentriert.

Der Altstadtkern von Santa Cruz ist zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt worden. Die Hauptdurchgangsstraße ist die Avenida Maritima, die nur auf der Landseite bebaute Uferstraße. Hier sieht man neben neuen repräsentativen Gebäuden auch einige alte Häuser im kanarischen und kolonialen Stil, die unter anderem kunstvoll verzierte Holzbalkone aufweisen. Auf der parallel verlaufenden Calle O’Daly, auch als Calle Real bezeichnet, befinden sich das Rathaus (im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft von Philipp II. errichtet), die Plaza de España mit der Kirche Matriz de El Salvador, kleine Geschäfte, Cafeterias und Restaurants.

Die Fußgänger-Ampeln sind mit Zeitmessern versehen, die den Zeitablauf der Grünphase anzeigen.

Zigarren-Herstellung ist auf La Palma künstlerisches Handwerk - Anbau inclusive Fertigung.

Der Wohlstand von Santa Cruz de La Palma, wo in den früheren Handelshäusern reichlich Zucker und später Wein lagerten, und im Hafen, wo mit amerikanischem Gold und Silber beladene Schiffe ankerten, erweckte natürlich auch bei Piraten, und den mit königlichen Kaperbriefen ausgestatteten Freibeutern anderer Seenationen, großes Interesse. 1537 wurde die Hafenstadt zum ersten Mal attackiert. Doch man war vorbereitet und konnte die französischen Korsaren in die Flucht schlagen. 1553 fiel François Le Clerc, genannt Holzbein, mit einer Flotte von acht Schiffen über Santa Cruz her. Diesmal hatten die Angreifer leichtes Spiel, sie plünderten die Stadt und steckten alles, was sie nicht mitnehmen konnten, und die Stadt in Brand. Nach dieser Katastrophe wurden weitere Verteidigungsanlagen gebaut, rund um die Insel entstanden Batterien und Geschützstellungen. Angesichts dieses Artillerieschildes scheiterten alle weiteren Piraten- und Korsarenangriffe. 1585 wurde auch der Engländer Francis Drake noch auf See zur Umkehr gezwungen.

El Paso ist flächenmäßig die größte der 14 Gemeinden von La Palma. Die Gemeinde liegt im Zentrum der Insel und hat als einzige keinen Zugang zum Atlantik. Im Gebiet der Gemeinde El Paso befinden sich vorwiegend Ackerflächen und Wälder mit Kanarischer Kiefer. Zum Gemeindegebiet gehört auch die Caldera de Taburiente, eine riesige Caldera mit vielen Tälern. Dieses Gebiet ist seit 1954 als Nationalpark ausgewiesen. Im Barranco de las Canales, unterhalb eines Friedhofes, befinden sich die Felsgravuren von El Cementerio und von La Fajana, die zum kulturellen Nachlass der Guanchen gehören.

Der Nationalpark Caldera de Taburiente, spanisch Parque Nacional de La Caldera de Taburiente, liegt auf  La Palma.
Er bildet eine nach Westen offene krater- oder calderaähnliche Vertiefung im nördlichen Teil der Insel.

Seit 1981 ist er auch Europäisches Vogelschutzgebiet (ZEPA/SPA/BSG) im Natura-2000-Netzwerk

Den nördlichen Teil dominiert die Caldera de Taburiente. Der riesige Krater entstand durch Einsturz und Erosion eines Vulkandoms, der sich in prähistorischer Zeit möglicherweise bis zu 3.500 Meter über den Meeresspiegel erhob. Der Durchmesser der heutigen Caldera beträgt neun Kilometer, ihr Umfang 28 Kilometer und der Höhenunterschied vom Kraterrand bis zur Sohle bei Dos Aguas beinahe zwei Kilometer. Die Caldera bildet damit den größten Senkkrater der Welt. Ein Ring aus Gipfeln mit Höhen von 1.700 bis 2.400 Metern umgibt den Kraterrand.

Wissenschaftler nehmen heute an, dass sich die heutige Form der Caldera de Taburiente im Wesentlichen durch Erosion gebildet hat als Abfluss entstand und so dient noch heute die Schlucht Barranco de las Angustias (spanisch für: Schlucht der Ängste, Beklemmungen) am südwestlichen Rand der Caldera. Der nordöstliche Rand der Caldera de Taburiente bildet zusammen mit dem Cumbre Nueva-Rücken die Abrisskante einer riesigen Trümmerlawine (Cumbre Nueva), deren Ablagerungen heute westlich von La Palma am Fuße der Insel in 2500 bis 4000 Meter Wassertiefe liegen. Diese Trümmerlawine nimmt eine Fläche von 780 km² ein und hat etwa ein Volumen von 95 km³. Das Alter der Cumbre Nueva-Trümmerlawine ist allerdings nur schwer zu bestimmen (zwischen 530.000 und 125.000 Jahren). Dieses "Amphitheater" wurde später mit jüngeren vulkanischen Ablagerungen teilweise verfüllt und wieder erodiert. Die heutige Struktur ist somit das Produkt der Cumbre Nueva-Trümmerlawine, späterer Verfüllung und Erosion. Es handelt sich also dem Namen entgegen um keine Caldera im vulkanologischen Sinne. 1954 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt, dem Parque Nacional de la Caldera de Taburiente.

Den Ureinwohnern La Palmas, den Auritas, oder allgemein für die Gesamtheit der Ureinwohner der Kanarischen Inseln Guanchen genannt, diente der Kraterkessel als letzter Zufluchtsort, als im 15. Jahrhundert die spanische Eroberung durch Alonso Fernández de Lugo begann.

Inmitten des Kraters gibt es zwischen zwei Schluchten einen Bergkamm, auf dem sich eine knapp hundert Meter hohe Felsnadel aus vulkanischem Basalt emporhebt, der Roque Idafe . Dieser Stein hat nach Überlieferung der Ureinwohner der Insel eine große Bedeutung gehabt. Ihm wurden Tieropfer dargebracht, um einen Einsturz des Felsens und damit eine große Katastrophe zu verhindern, da er vermutlich als Stütze zwischen Himmel und Erde angesehen wurde. Archäologische Funde in diesem Gebiet konnten dazu allerdings nicht gemacht werden.

 

Die Mein Schiff legt pünktlich um 18:00 Uhr ab.

Außerhalb der Gefahrenstellen verläßt der Lotse wieder das Schiff.

Unser nächstes Ziel ist Teneriffa, die Hauptinsel der Kanaren.

In der gemütlichen Naschbar ist vor dem Abendessen eine Runde Kniffel angesagt. Abends wollen sich unsere Damen die Crew-Show im Theater ansehen.

Teneriffa,  wir kommen!