Madeira - traumhafte Atlantik-Insel

Bei vielen Inseln sagt man spontan - hier möchte ich leben - Madeira gehört dazu!

Sie gehört mit der kleineren Insel Porto Santo und der unbewohnten kleineren Inselgruppe Ilhas Desertas
zur Inselgruppe Madeira, die gemeinsam mit den ebenfalls unbewohnten Ilhas Selvagens die autonome Region Madeira bildet.

Die gesamte Insel hat Mittel- bis Hochgebirgscharakter. Die Küste Madeiras fällt steil ins Meer ab. In der Mitte der Insel ragen die höchsten Gipfel empor. Der höchste Berg ist der Pico Ruivo mit 1862 m. Dieser bildet zusammen mit dem Pico do Arieiro, dem Pico das Torres und dem Pico Grande das Hochgebirge der Insel. Hier ist das Lavagestein sehr zerklüftet und zeigt interessante Felsformationen.

Der Madeira-Archipel ist durch einen Hot Spot entstanden. Die Insel ist nur das oberste Viertel des gesamten Vulkansystems. Die Klippen fallen unter der Wasseroberfläche bis zu 4.000 m bis zum Meeresgrund ab.

Madeira entstand in mehreren vulkanisch aktiven Phasen, wobei die genaue Lage der jeweiligen Krater nicht mehr auszumachen ist. In jeder vulkanischen Phase gab es an mehreren Stellen der Insel Ausbruchszentren. Überbleibsel dieser Phase sieht man an einigen Stellen im Inselinnern, an denen pyroklastisches Gestein von mit basaltischem Material gefüllten Eruptivgängen durchzogen ist. An einigen Stellen im Hochgebirge sieht man außerdem auffällige Kuppeln oder Felsklippen. Hierbei handelt es sich um ehemalige Schlotgänge, die anders als das umgebende Gestein noch nicht von der Erosion abgetragen wurden.

Als wir das elektrische Licht der Welt erblicken hat die Mein Schiff 1 bereits im Hafen von Funchal, Madeira angelegt. Die Insel an der Ostküste zu erkunden ist das heutiges Ziel, das heißt ein Taxi suchen, Preis festlegen und dem Fahrer unsere geplante Richtung kundtun. Der Rest wird sich unterwegs ergeben.
Aber erstmal vernünftig frühstücken ...

Erstmal das Wichtigste für diesen Tag - Rosmarie hat Geburtstag - Herzlichen Glückwunsch,
dafür gibt sie zum Frühstück ein Glas Sekt aus - alles Gute.

Der erste Blick von der Reeling zum Zugangstor des Hafens und zweitens die GPS-Position vom ersten Schiffsfoto.

... und das also ist MEIN SCHIFF, natürlich auch das von 1997 anderen Passagieren und das von Kapitän Rolf Noack und das von 780 Crewmitgliedern der Schiffsbesatzung und außerdem gehört Mein Schiff der TUI-Cruises
aber das ist Mein Schiff 1.

Auf dem Weg in die Stadt werden wir von etlichen Taxifahrern angesprochen, welche ihre Fahr-Dienste anbieten. Als wir das Schiffsfoto machen spricht uns ein sympathischer, junger Mann an und zeigt auf seinem Faltprospekt wohin er uns fahren würde. An Hand der Karten zeigen wir ihm unser Wunschziel, die Ostküste von Madeira - der Preis und die Fahrtzeit werden vereinbart und - auf geht's.

Caniço ist mit 23.361 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011) die am schnellsten wachsende Gemeinde auf Madeira und gehört zum Kreis Santa Cruz. Die in mehreren Ortsteilen und separaten Siedlungen weit verstreute Gemeinde liegt an der Ostküste der Insel auf einer Höhe von 0 bis 400 Metern (Hauptort 230 Meter), rund acht Kilometer östlich von der Inselhauptstadt Funchal entfernt.

Nach Eröffnung der verlängerten Start- und Landebahn des Flughafens Madeira (2000), der nur neun Kilometer östlich liegt, begann eine neue Investitionswelle internationaler Gruppen in größere Hotelanlagen in Richtung der flacheren Küste im Osten. Nun können auch Großraumflugzeuge aus Übersee die Insel erreichen und die Großhotels besser auslasten.
Diese Landebahn-Verlängerung ist eine, wie viele der Straßenbrücken und Überführungen, bewundernswerte Konstruktion, für die der Bauinteressierte höchsten Respekt zollen muß - wahre Kunstwerke. Madeira ist eine vulkanische Gebirgsinsel mit wenig ebenen Flächen für größere Bauwerke und schon garnicht für Schnellstraßen.

Santana (historisch entwickelte Abkürzung für Santa Anna) ist eine Stadt und ein Kreis an der Nordküste der Insel Madeira. Auf einer Fläche von 19 km² leben 3271 Einwohner (Stand 30. Juni 2011).

Santana ist berühmt für seine traditionellen strohbedeckten Bauernhäuschen, die Wahrzeichen der Insel Madeira. Früher wohnten die Bauern in diesen einfach eingerichteten, oft rot angestrichenen Häuschen. Heute stehen die meisten leer und werden nur noch als Touristenattraktion instand gehalten. Die Strohdächer müssen alle vier bis fünf Jahre ausgewechselt werden.

Seit 2011 wird der Kreis Santana von der UNESCO als Biosphärenreservat geführt.

Dieses Haus, zu dem uns Flori, unser Taxi-Reiseführer brachte, ist bereits 280 Jahre alt und wird von einem älteren Ehepaar noch bewohnt.
Wir wurden sehr freundlich empfangen, mit Keksen und einem Kakaolikör bewirtet und durften auch die Innenräume und den angelegten Garten fotografieren.

In der Nähe der Santana-Häuser stand diese, in Menschengröße angelegte Krippe.

 

Saó Lourenco, die östlichste Spitze Madeiras. Bizarre Felsen im schäumenden Meer, was mag dieser Küstenabschnitt wohl bei tosendem Meer für Eindrücke hinterlassen?

Machico erstreckt sich vom Hochtal hinunter bis zum Meer und endet in einem großen Fischerhafen.

Auffällig sind die vielen Fischerboote die von den Azoren stammen.

Hier sind wir zur letzten Rast auf einem Parkplatz oberhalb von Funchal angekommen. Wir danken unserem "Inselführer" Florival Mendoca, der uns mit viel Engagement zu schönen Orten brachte und versprechen ihm vor dem nächsten Besuch, wir waren jetzt das dritte Mal auf Madeira, zwecks Terminabsprache anzurufen. Es gibt auf Madeira noch viel, viel mehr zu sehen, als das, was wir bei unseren kurzen Kreuzfahrt-Stop's gesehen haben.

Als Florival erfährt, dass wir erst um 14:00 Uhr Madeira verlassen, bietet er, zu einem günstigen Preis, eine Tour an: zur berühmten Felsklippe, zum "Krater" und zu einem alten Fischerdorf. Ohne lange zu überlegen sagen wir zu - er holt uns um 09:00 Uhr am Schiff ab.

Der Rückweg durch die Innenstadt offenbart uns die Schäden, die das Unwetter vor einer Woche hinterlassen hat.
Die unteren Bilder aus vergangenen Jahren, der tiefe Graben zwischen den Strassen, der das Wasser aus den Bergen geplant ablaufen lassen soll und mit Geländern am Strassenverlauf und Brücken versehen. Auf dem oberen Bild sind die Geländer weggerissen und mit Betonsperren gesichert. Ebenso auf dem unteren großen Bild ist die Wellen-Sperrmauer zum Hafen noch mit Laternen bestückt, die jetzt zum Teil durch die hohen Wellen weggerissen worden sind.

Zurück an Bord, unser Blick auf den Yachthafen und die Taxis auf der Hafenzufahrt. Bei einem wohlverdienten Weisbier beobachten wir von der Überschaubar aus die Möven, die über das Oberdeck ihre Kreise ziehen.

Die Überraschung für Rosmarie zum Geburtstag.
In der Kabine war eine Torte angeliefert, mit Glückwunschkarte, geordert von Schwägerin und Schwager Maria + Klaus. Von der Reiseleitung und dem Kapitän gab es eine Pralinendose + Glückwunschkarte. Dazu ein "Schütze"-Buch von Annemarie und Franz. Über die Torte haben wir uns gleich hergemacht, hinterher brauchten wir in der nächsten Bar einen Verdauungsschnaps - typisch Geburtstagsfeier.

Von Deck 12, in der Überschaubar, haben wir dann diesen schönen Sonnenuntergang geniessen können.

Madeira, also Funchal haben wir immer in schöner Beleuchtung kennengelernt, aber diesmal in Kombination mit der Weihnachtsdekoration konnte wir uns einfach nicht sattsehen.

Die vor uns "eingeparkte" AIDA brachte mit den unterschiedlichen Deck-Beleuchtungen ihren Anteil zu diesem schönen Lichterspiel. Rosmarie und Annemarie wollten unbedingt die beleuchtete Innenstadt erkunden und schwärmten vom kunstvoll gestalteten Weihnachtsmarkt.

Die beleuchtete Mein Schiff war ein echter Hingucker aus Richtung Funchal.

 

Es war ein langer Tag mit vielen beeindruckenden Erlebnissen. Erst um 14:00 Uhr läuft die Mein Schiff aus.
Diesen halben Tag werden wir nochmals für einen Ausflug nutzen - bis Morgen !!

Madeira - Tag 4